In Zusammenarbeit mit dem Mittelsächsischen Theater Freiberg veranstalten wir auf Schloss Bieberstein seit 2005 die Kammerkonzerte der Mittelsächsischen Philharmonie.
Tradition sind seit 2001 auch die jährlichen Sommerkonzerte, die in der Reihe „Sommerherrlichkeiten auf Schloss Bieberstein“ durchgeführt werden sowie das Konzert zur Adventszeit.
Biebersteiner Konzert-Kalender 2026
Vorankündigung:
Samstag 04. Juli 2026 – Sommerherrlichkeiten auf Schloss Bieberstein
„Klezmer Nacht“ mit Harts und Nescome
Konzertveranstaltung gemeinsam mit dem Mittelsächsischen Kultursommer – MISKUS
Bei schönem Wetter auf der Schlossterrasse
20-22 Uhr; Einlass ab 18:30 Uhr
Kammerkonzerte 2025/2026
Samstag, 10. Januar 2026, 19:00 Uhr
2. Kammerkonzert
Liederabend: Beomseok Choi (Gesang), Jane Chae (Klavier)
Schwanengesang D 957, Liederzyklus von Franz Schubert
Franz Schubert gehört zu den führenden Komponisten des deutschen Kunstlieds, in dessen Liedern Gesang, Dichtung und Klavierbegleitung eine unzertrennbare Einheit bilden. Seine Liederzyklen wie Winterreise und Die schöne Müllerin besitzen eine tiefe emotionale Ausdruckskraft und haben die gesamte Gattung geprägt. Anders als die beiden Vorgänger erzählt Schuberts letzter Liederzyklus Schwanengesang nach sieben Gedichten von Ludwig Rellstab und sechs von Heinrich Heine keine zusammenhängende Geschichte. Ursprünglich hatte der Komponist auch nicht geplant, diese dreizehn Gesänge, die alle in seinem Todesjahr 1828 entstanden sind, zu einem Zyklus zusammenzufassen. Auf diese Idee kam erst posthum sein Verleger Tobias Haslinger. Da dieser selbst sehr abergläubisch war, hat er der Sammlung noch ein vierzehntes Lied hinzugefügt: die berühmte Taubenpost auf einen Text von Johann Gabriel Seidl.
Der Zyklus gilt heute als eine letzte Zusammenfassung der Liedkunst Schuberts, die noch einmal in alle Richtungen aufscheint und eine spannungsreiche Zusammenstellung entstanden ist. Während die teils melancholischen, teils freundlichen Lieder nach den Texten Rellstabs und Seidls eher romantisch, schwärmerisch und retrospektiv sind, wirken die Lieder nach den Texten von Heinrich Heine innovativ und typisch für den Musikstil des späten Schuberts. In ihnen bricht sich der Ton abgrundtiefer Verzweiflung Bahn, während in den Liedern zuvor noch der harmonische Ausgleich gegensätzlicher seelischer Verfassungen vorherrschte. Der Ton der Heine-Lieder ist drastischer und oft illusionslos. Sie verlangen von den Interpreten gestische Eindringlichkeit in der Gestaltung und eine genaue Ausdeutung der kongenialen Texte Heines, deren Vertonung für Schubert eine neue Herausforderung darstellten. Dieser spannenden Aufgabe wird sich im 3. Kammerkonzert des Mittelsächsischen Theaters Beomseok Choi stellen. Am Flügel wird er begleitet von Jane Chae.

Der Bariton Beomseok Choi erwarb seinen Bachelor an der
nationalen Universität Busan in Südkorea und schloss das
Masterstudium an der Hochschule für Musik Dresden bei
Prof. Margret Trappe-Wiel ab. Es folgte das
Konzertexamen an der Musikhochschule Lübeck bei Prof.
Manuela Uhl. > weiterlesen
Sonntag, 15. März 2026
3. Kammerkonzert
Blechbläser Ensemble: Ingolf Barth, Richard Weiß, Jan Düppenbecker (Trompete), Jacob van Schaik (Horn), Alexis Gonzalez (Posaune)
Samstag, 18. April 2026
4. Kammerkonzert
Klavier Vierhändig: Bennet Eicke und Dana Asnate Kļava (Klavier)
Sonntag, 31. Mai 2026
5. Kammerkonzert
Streicherduett: Joanna Kasperzcyk-Adamek (Violine), Lilia Jatsceva (Cello)